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28. Juni 2013

MdL Julika Sandt: Denkmalschutz braucht engagierte Bürger - Villa in der Kolberger Straße bleibt ein Baudenkmal

Julika Sandt, kulturpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag, freut sich, dass sich der Landesdenkmalrat in seiner heutigen Sitzung der Empfehlung des Bayerischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst angeschlossen hat, die Villa in der Kolberger Straße 5 im Herzogpark auf der Denkmalliste zu belassen.

Im Januar dieses Jahres hatte das Landesdenkmalamt die Walmdachvilla aufgrund von Veränderungen im Inneren von der Denkmalliste gestrichen. Ein Investor hatte sie gekauft, um auf dem Grundstück einen fünfgeschossigen Wohnblock zu bauen. Dagegen haben Nachbarn protestiert. Sie gründeten die Bürgerinitiative „Kulturgut Herzogpark“ und sammelten fast 3000 Unterschriften. Als einzige Münchner Landtagsabgeordnete im Bayerischen Landesdenkmalrat machte sich Sandt am Donnerstag vor Ort ein Bild. Beeindruckt war die liberale Politikerin nicht nur von der Architektur, sondern davon, wie sich die Villa in den Herzogpark einfügt. Der Bebauung wären auch die riesigen alten Bäume auf dem Grundstück zum Opfer gefallen. Die Nachbarn gehen davon aus, dass sie zum Teil bereits im Auftrag von Montgelas vom Landschaftsarchitekten Friedrich Ludwig von Sckell gepflanzt wurden. „Die engagierten Nachbarn haben mir viele gute Argumente für die Sitzung mit auf den Weg gegeben. Beispielsweise Unterlegen, aus denen hervorgeht, dass für die Umbauten im Inneren der Villa in den 80er Jahren 50.000 Mark steuerlich geltend gemacht wurden. Das ist nur möglich, wenn die Maßnahmen im Einklang mit dem Denkmalschutz standen. Bürgerliches Engagement ist der beste Beitrag für unsere Denkmäler.“ Ein früherer Nachbar, Thomas Mann, hatte bereits 1919 den kulturellen Wert des Herzogparks in seiner Novelle „Herr und Hund“ beschrieben: „Das ist kein Wald und kein Park, das ist ein Zaubergarten, nicht mehr und nicht weniger.“ Sandt hat diese Textstelle in der heutigen Sitzung zitiert, denn: „Dieser Zaubergarten ist auf dem Grundstück der Kolberger Straße 5 noch erlebbar. Das Zitat von Thomas Mann ist beispielhaft für die kulturelle und historische Bedeutung des Herzogparks und die wiederum ist ein handfestes Kriterum für den Denkmalschutz.“


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